Hitzeresistente Gemeinden
Der Sommer 2026 hat gezeigt, dass wir die Auswirkungen der Klimakrise bereits jetzt sehr stark zu spüren bekommen. Neben zusätzlichen Anstrenungen, um die schlimmsten Szenarien verhindern zu können, heisst das auch, dass sich die Schweiz auf weitere solche Hitzesommer vorbereiten muss.
Wie können wir handeln?
Du kannst dich in deiner Gemeinde dafür einsetzen, dass sie besser für künftige Hitzewellen gewappnet ist. OK Klima stellt dir dafür Handlungsvorschläge und Werkzeuge zur Verfügung und koordiniert das Engagement von Menschen schweizweit zu dieser und anderer Forderungen.
Melde dich jetzt an und mach als Einzelperson oder Gruppe in deiner Gemeinde mit. Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse erforderlich und es ist kein grosser Zeitaufwand nötig. Schon kleine Schritte können uns weiterbringen. Wir unterstützen dich mit einer persönlichen Begleitung. Um dabei zu sein, fülle folgendes Formular aus:
Anmelden und aktiv werden!
Was sind Hitzeinseln?
Die Schweiz gehört weltweit zu den Regionen, in denen die Temperaturen am stärksten steigen. Besonders ausgeprägt ist diese Erwärmung im Sommer spürbar. Das bedeutet, dass extreme Hitzeereignisse wie Hitzetage und Tropennächte zunehmen. Besonders betroffen sind dabei tiefe Lagen und städtische Gebiete.
Dass die Temperatur in Städten in der Regel höher ist als im ländlichen Umland wird als städtische Wärmeinsel bezeichnet. Ursache für den Hitzeinseleffekt sind die als Wärmespeicher fungierende Bausubstanz, die dichte Bebauung und die versiegelten Flächen, die fehlende Vegetation sowie der Schadstoffausstoss.
Doch deine Gemeinde hat es in der Hand! Sie kann Massnahmen ergreifen, die den Hitzeinseleffekt mindern und somit für eine lebenswertere Umgebung sorgen und sich gleichzeitig positiv auf die Umwelt auswirkt.
Jetzt handeln
Wir wollen Engagement für ehrgeizige Klimapolitik auf lokaler Ebene zugänglich machen für alle. Möchtest du wissen, wie du dich jetzt für eine hitzeresistente Gemeinde einsetzen kannst? Dann kannst du die ersten Schritte hier nachlesen.
Situation in den Gemeinden
Wie sieht steht es um die Temperaturen in deiner Gemeinde? Finde es hier heraus.
Für diesen Indikator vergleichen wir die Temperaturen am Boden mit den Temperaturen der Luft in den bebauten Gebieten (Siedlungsgebiete und Stadtzentren). Die Temperatur des Bodens wurde mittels Satellitenbildern an mehreren Tagen innerhalb des beobachteten Zeitraums zwischen Anfang Juni und Mitte August 2026 gemessen. Die Messung erfolgte jeweils am Mittag gemessen. Im Normalfall erreichen die Temperaturen um 15 bis 16 Uhr ihr Maximum und können somit noch höher sein.
Weitere Informationen zum Indikator.
Die untenstehende Grafik zeigt, wie stark sich die bebauten Flächen in den Schweizer Gemeinden im Sommer 2026 an ihrem jeweils heissesten gemessenen Tag (individuell nach Gemeinde) aufgeheizt haben. Bei der grossen Mehrheit der Orte lag die durchschnittliche Bodentemperatur an diesem Spitzentag zwischen 43 und 46 Grad.
Wie heiss wurden die Bodentemperaturen im Sommer 2026?
Durchschnittliche Bodentemperatur der bebauten Flächen am heissesten Tag
Begrünung
Grünflächen können den Hitzeinseleffekt abmildern und für eine kühleres Klima sorgen. Sie kühlen die Umgebung insbesondere auch in der Nacht ab. Ausserdem sorgen Bäume für Schatten am Tag und speichern CO2, womit sie nicht für zur Klimaanpassung sondern auch zum Klimaschutz beitragen. Bäume können am Tag im Aufenthaltsbereich des Menschen eine Temperaturreduktion von über 7 °C bewirken. Ein weiterer Nutzen liegt im Vermögen der Bäume, Schadstoffe aus der Luft herauszufiltern. Insbesondere an viel befahrenen Strassen sollte dieser Effekt genutzt werden. Schnell vorwärts zu machen lohnt sich, denn erst grosse, alte Bäume mit viel Kronenvolumen entfalten ihre volle Wirkung.
Auf dieser Karte siehst du, welcher Anteil der bebauten Flächen deiner Gemeinde mit einem mindestens drei Meter hohen Blätterdach bedeckt ist. Um die Begrünung in den Gemeinden zu bewerten, beschränken wir uns auf die bebauten Gebiete (Siedlungsgebiete und Stadtzentren). Das sind die Orte, in denen der Hitzeinseleffekt auftritt. Das heisst es ist wichtig, dass in diesen für Kühlung gesorgt wird, z.B. indem Bäume gepflanzt werden.
Entsiegelung
Bodenversiegelung bedeutet, den Boden mit praktisch undurchlässigen Materialien wie Beton abzudecken, was das Versickern von Wasser verhindert. Die Versiegelung von Böden hat verschiedene negative Umweltauswirkungen. Doch sie begünstigt auch das Entstehen von Hitzeinseln. Unversiegelte Böden können Wasser speichern. Wenn dieses verdunstet, wird die Umgebung abgekühlt. Durchlässige Böden ermöglichen es dem Wasser, in den Boden zu versickern. Dies reduziert den Oberflächenabfluss und begrenzt das Hochwasserrisiko, insbesondere bei starken Regenfällen.
Auf dieser Karte siehst du, welcher Anteil der bebauten Flächen deiner Gemeinde versiegelt sind. Der Wert sollte möglichst tief sein. Wir beschränken uns bei der Bewertung auf die nicht-natürlichen Flächen (Gebäude, Strassen etc.). Das sind die Orte, in denen der Hitzeinseleffekt auftritt. Entsiegelung kann diesem Effekt entgegenwirken.
Brauchst du Unterstützung?
Fragen oder Beratung benötigt? Ob du eine Freiwilligengruppe organisieren, deine Gemeinde verstehen oder eine konkrete Massnahme lancieren möchtest – unsere Coaches begleiten dich individuell. Melde dich jetzt für ein Coaching an und bring die Mobilisierung voran!