Haustürgespräche

Im Gegensatz zu sichtbaren und öffentlichen Aktionen wie einer Demonstration basieren Haustürgespräche auf dem persönlichen Austausch mit den Einwohner:innen einer Gemeinde. So lässt sich ein direkter Kontakt herstellen, man kann sich die Anliegen der Bevölkerung anhören und konkrete Massnahmen vorschlagen. Es ist ein besonders wirksames Mittel, um vor Ort zu mobilisieren, über ein Projekt zu informieren oder zur Teilnahme an einer Aktion zu motivieren.

Wie geht das?

Das Ziel klären

Bevor ihr beginnt, ist es wichtig zu wissen, warum ihr die Haustürgespräche durchgeführt. Möchtet ihr über ein lokales Klimaproblem informieren? Zu einem Treffen einladen? Eine Petition unterschreiben lassen? Auf eine bevorstehende Abstimmung oder Aktion aufmerksam machen?

Sich gut vorbereiten

Um den Austausch zu erleichtern, ist es wichtig, sich vorzubereiten. Es ist hilfreich, sich einen kurzen Einleitungssatz zu überlegen: Wer ihr seid, was euer Anliegen ist und welche Lösungen ihr vorschlagt. Bereitet eure Argumente sowie Antworten auf mögliche Fragen vor.

Schriftliches Material wie ein Flyer oder ein Informationsblatt mit den Kontaktdaten eurer Gruppe kann bei denjenigen, die an Ihrer Botschaft interessiert sind, einen bleibenden Eindruck hinterlassen und dazu führen, dass sie sich euren Aktivitäten oder eurem Kampf anschliessenen möchten.

Orte für die Aktion festlegen

Um zu wissen, wo man ansetzen soll, ist es wichtig, Gemeinden zu identifizieren, in denen die Klimapolitik verbessert werden könnte. Dazu könnt ihr die Karte von OK Klima konsultieren, um euch über die Klimapolitik eurer Gemeinde und über verbesserungsbedürftige Bereiche zu informieren. Alternativ kann man sich auf die Ergebnisse von Wahlen oder Abstimmungen zum Thema Klima stützen, um Orte zu identifizieren, an denen Handlungsspielraum besteht und Fortschritte möglich sind. In diesen Gemeinden geht es dann darum, konkrete Handlungen vorzuschlagen, die die Einwohner:innen unternehmen können, wie zum Beispiel an einer Versammlung teilzunehmen, eine Petition zu unterschreiben oder Ähnliches.

Zuhören und die Wohnorte respektieren

Idealerweise werden die Gespräche zu zweit geführt: So kann Informationsmaterial verteilt, mit interessierten Personen gesprochen und ihnen erklärt werden, wie sie sich ihrerseits engagieren können. Einer der grossen Vorteile der Haustürgespräche ist die Möglichkeit, den Einwohner:innen direkt zuzuhören und ihre Standpunkte zu erfahren. Selbst bei Meinungsverschiedenheiten kann ein respektvoller Austausch einen positiven Eindruck hinterlassen. Es geht nicht darum, eine Diskussion zu «gewinnen», sondern eine Verbindung herzustellen. Es ist wichtig, die Hausbesuche zu angemessenen Zeiten durchzuführen, nicht darauf zu bestehen, wenn eine Person das Gespräch ablehnt, und die Regeln für den Zutritt in Gebäude zu beachten.

Nachbereitung der Aktion

Nehmt euch nach der Aktion einen Moment Zeit, um euch untereinander auszutauschen. Auf welche Reaktionen seid ihr gestossen? Welche Fragen wurden häufig gestellt? Diese Rückmeldungen ermöglichen es, eure Botschaft anzupassen und zukünftige Aktionen zu verbessern.

Wer hat bereits Haustürgespräche organisiert?

Die folgenden Gruppen haben bereits Haustürgespräche organisiert. Nehmt Kontakt mit ihnen auf, um zu erfahren, wie das geht!

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